{"id":7582,"date":"2021-11-29T14:30:58","date_gmt":"2021-11-29T14:30:58","guid":{"rendered":"http:\/\/desres20.netornot.at\/?p=7582"},"modified":"2021-11-29T14:32:45","modified_gmt":"2021-11-29T14:32:45","slug":"social-design-guide-prozesse-planen-und-begleiten-masterarbeit-von-jennifer-gallen-evaluierung","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/desres20.netornot.at\/?p=7582","title":{"rendered":"Social Design Guide \u2013 Prozesse planen und begleiten &#8211; Masterarbeit von Jennifer Gallen &#8211; Evaluierung"},"content":{"rendered":"\n<p>Ich habe mir die Masterarbeit \u201eSocial Design Guide \u2013 Prozesse planen und begleiten\u201c von Jennifer Gallen ausgesucht. Die Arbeit wurde 2018 an der Hochschule M\u00fcnchen im Rahmen des Masterstudiengangs Advanced Design verfasst. Es geht um die Entwicklung von Konzepten zur Unterst\u00fctzung von Social Design Projekten. Die Autorin stellt die Frage: \u201eWie k\u00f6nnen Personen dabei unterst\u00fctzt werden, Social Design Projekte durchzuf\u00fchren?\u201c<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Gestaltungsh\u00f6he<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ergebnis der Arbeit war das Konzept des Projekt- und Methodenschranks. Dieses wurde in eine umfangreiche und st\u00e4ndig wachsende digitale Ressource \u00fcbersetzt, die strukturiert und sortiert alle Werkzeuge enth\u00e4lt, die das Lab f\u00fcr die Projektarbeit zur Verf\u00fcgung stellt. Dar\u00fcber hinaus gibt es den Social Design Guide, ein intelligentes Tool, das dabei hilft, sich in dieser Menge an Material zurecht zu finden und Projekte und Workshops zu planen. Der Entwurf wurde sehr sorgf\u00e4ltig ausgearbeitet und durch mehrere Iterationsschleifen mit den Personen, die das Konzept dann auch anwenden, optimiert.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Inhalte wurden als Website aufbereitet, deren Corporate Design auch auf das Social Design Lab der Stiftung \u00fcbertragen wurde. In der Masterarbeit findet man Screendesigns, Prototypen, Corporate Design Guides, Personas, etc. Es wurde auch ein Social Design Guide entwickelt um das Starten von eigenen Projekten zu vereinfachen.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Prototyp der Website ist sehr ansprechend gestaltet und das Corporate Design, dass entwickelt wurde ist sowohl auf der Website, im Design Guide, im Social Design Lab und in der Masterarbeit selbst zu finden.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Innovationsgrad<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Es wurde ein eigenes Toolkit und eine \u00dcbersicht \u00fcber Social Design Methoden etwickelt, die dann einem Social Design Lab der Hans Sauer Stiftung zur Verf\u00fcgung gestellt wurde. Folgende Fragen und Aspekte wurden f\u00fcr dieses Toolkit erarbeitet:<\/p>\n\n\n\n<ul><li>\u00dcbersicht \u00fcber Methoden<\/li><li>Methodische Anleitungen<\/li><li>Videos (zur Benutzung der Methoden)<\/li><li>Hinweise zur Kombination von Methoden<\/li><li>Templates f\u00fcr Workshop-Abl\u00e4ufe (verschiedene L\u00e4ngen)<\/li><li>Beispiel-Abl\u00e4ufe von Workshops inkl. Methoden und Ergebnissen<\/li><li>Workshop-Generator<\/li><li>Beispiele, Case Studies (in Bezug zu Methoden gesetzt)<\/li><li>Ein Prozess-Guide<\/li><li>Gliederung nach Projektphase: \u201eWie finde ich erste Ideen?\u201c bis hin zu \u201eWie setze ich mein Projekt um?\u201c<\/li><li>Dos &amp; Don&#8217;ts f\u00fcr wichtige Prozessschritte<\/li><li>Nudging (Methoden und Know-How)<\/li><li>Infos \/Hilfe zu Gruppenprozessen<\/li><li>Wie motiviert man die TN, danach weiter zu machen<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p>Das ganze Konzept ist so ausgelegt, dass es den unterschiedlichen Ziel &#8211; gruppen gerecht wird. F\u00fcr unerfahrene Nutzer gibt es die M\u00f6glichkeit, sich vom Guide komplett f\u00fchren zu lassen. Personen mit Projekterfahrung und konkreten Vorstellungen k\u00f6nnen dagegen auch sehr selbstst\u00e4ndig ihre Workshopkonzepte erstellen und lediglich auf die vorhandenen Vorlagen und Pl\u00e4ne zugreifen oder diese individuell anpassen. F\u00fcr Social Design Interessierte ohne konkretes Projektvorhaben besteht die M\u00f6glichkeit zu st\u00f6bern und sich so durch die F\u00fclle an Wissen und Werkzeugen zu klicken. Der \u00dcber &#8211; gang zwischen digital und analog ist flie\u00dfend: Zu allen wichtigen Ressourcen gibt es auch Druckversionen, die wiederum durch die Online-Inhalte erg\u00e4nzt werden. So findet kein Bruch zwischen den Medien statt.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Inhalte wurden als Website aufbereitet, deren Corporate Design auch auf das Social Design Lab der Stiftung \u00fcbertragen wurde. Au\u00dferdem wurde ein Social Design Guide entwickelt, um das Erstellen eigener Projekte zu vereinfachen.<\/p>\n\n\n\n<p>Meiner Meinung nach ist es ein sehr innovatives Projekt, da es sehr schwer ist sich in der Vielfalt der Methoden zurechtzufinden, recherchiert, welche f\u00fcr welchen Zweck in welchem Rahmen sinnvoll sind und die Ergebnisse dann so pr\u00e4sentiert, dass sie auch f\u00fcr Nicht-DesignerInnen verst\u00e4ndlich und anwendbar sind.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Selbstst\u00e4ndigkeit und Kommunikationsgrad<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Es wurden bestehende Konzepte aus der Praxis untersucht und verglichen. Die Arbeit wurde in Kooperation mit der Hans Sauer Stiftung verfasst. Erarbeitete Konzepte sollen dort dann Anwendung finden. Um das zu erreichen hat die Autorin mehrere Workshops mit den MitarbeiterInnen der Stiftung durchgef\u00fchrt, Feedbackschleifen und Bedenken wurden in den Entwurf miteingearbeitet und so das Toolkit iterativ verbessert und optimiert. Die Ergebnisse aus der Konzeptentwicklung ergaben, dass es f\u00fcr das Social Design Lab sinnvoll ist, eine umfangreiche, digitale Methoden- und Wissens-Sammlung aufzubauen, die gleichzeitig in die Strukturen des Labs eingebettet ist. Das Lab ist somit kompetenter Dienstleister f\u00fcr Social Design: Es hat das fachliche Know-How und die Werkzeuge und ist gleichzeitig pers\u00f6nlicher Ansprechpartner mit einem Netzwerk zur Unterst\u00fctzung im Hintergrund. So kann sichergestellt werden, dass die Methoden auch tats\u00e4chlich genutzt werden und bei Unsicherheiten jederzeit der pers\u00f6nliche Kontakt zum Lab gesucht werden kann.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Autorin hat selbst mit den Inhalten ihrer Recherche eine Website erstellt sowie einen Social Design Guide entwickelt. Auch die Workshops, die mit der Stiftung veranstaltet wurden, wurden von ihr geplant, strukturiert und abgehalten.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Gliederung und Struktur<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Arbeit Beginnt mit einer Einf\u00fchrung in das Thema Social Design, es werden verschiedene Aspekte von Social Design sowie die Rolle des Designers oder der Designerin behandelt. Danach geht es um die Methoden, die im Social Design verwendet werden. Dazu wird untersucht, um was f\u00fcr Methoden es sich handelt, welchen Bereichen sie zuzuordnen sind und wie sie strukturiert werden k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Mithilfe dieser Recherche wurde dann eine praktische Arbeit geschaffen. Dieser Entstehungsprozess wird in der Arbeit in die Entwicklung des Konzepts und in das Ausprobieren des Entwurfes gegliedert. Prozessmodelle und Anforderungen an den Entwurf wurden gestellt und dann iterativ, in Kooperation mit den MitarbeiterInnen der Stiftung optimiert.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein weiterer Teil der Arbeit besch\u00e4ftigt sich mit der Website, die erstellt wurde um die Inhalte aufzubereiten. Danach findet man noch Informationen zu einem Social Design Guide, der auch im Rahmen der Masterarbeit entwickelt wurde sowie einem Ausblick, was die n\u00e4chsten Schritte w\u00e4ren und wie man das Projekt weiterf\u00fchren und noch genauer testen und ausarbeiten k\u00f6nnte.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Arbeit ist sehr \u00fcbersichtlich gegliedert. Um das erarbeitete Konzept vollst\u00e4ndig verstehen und anwenden zu k\u00f6nnen, ist kein Hintergrundwissen notwendig, m\u00f6chte man jedoch die Entwicklung des Konzeptes nachvollziehen k\u00f6nnen, ist die theoretische Recherche zu Beginn der Arbeit eine gro\u00dfe Hilfe.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Umfang der Arbeit<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Insgesamt hat die Arbeit 86 Seiten, wobei der Theorieteil, die Recherche und die Erarbeitung des Konzeptes den gr\u00f6\u00dften Teil in Anspruch nehmen. Diese Bereiche wurden sehr sorgf\u00e4ltig und detailliert ausgearbeitet. Danach sind noch die Werkst\u00fccke wie der Prototyp der Website sowie der Social Design Guide zu finden. Hierbei handelt es sich um Screenshots und Screendesigns, die ebenfalls sehr ins Detail gehen. Mir pers\u00f6nlich erscheint die Arbeit um einiges umfangreicher als die Masterarbeiten, die ich von der FH Joanneum kenne.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Orthographie, Sorgfalt und Genauigkeit<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Mir pers\u00f6nlich sind keine Fehler aufgefallen, sowohl die inhaltliche als auch die visuelle Gestaltung sind einwandfrei. Gerade was die Recherche und die Methodik sowie die Erarbeitung des Konzeptes betrifft war ich sehr beeindruckt von der Professionalit\u00e4t, Genauigkeit, Sorgfalt und der detailreichen Ausarbeitung und Erstellung.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Literatur<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Es wurde sowohl Literatur aus der Designtheorie und Designforschung sowie auch aus den Sozialwissenschaften verwendet. Das Literaturverzeichnis umfasst 42 Literaturquellen. Viele der Literaturquellen k\u00f6nnten auch f\u00fcr meine Arbeit sinnvoll sein, weshalb ich froh bin, diese Arbeit analysiert zu haben.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich habe mir die Masterarbeit \u201eSocial Design Guide \u2013 Prozesse planen und begleiten\u201c von Jennifer Gallen ausgesucht. Die Arbeit wurde 2018 an der Hochschule M\u00fcnchen im Rahmen des Masterstudiengangs Advanced Design verfasst. Es geht um die Entwicklung von Konzepten zur Unterst\u00fctzung von Social Design Projekten. Die Autorin stellt die Frage: \u201eWie k\u00f6nnen Personen dabei unterst\u00fctzt<\/p>\n<footer class=\"entry-footer index-entry\">\n<div class=\"post-social pull-left\"><a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/sharer\/sharer.php?u=http%3A%2F%2Fdesres20.netornot.at%2F%3Fp%3D7582\" target=\"_blank\" class=\"social-icons\"><i class=\"fa fa-facebook\" aria-hidden=\"true\"><\/i><\/a><a href=\"https:\/\/twitter.com\/home?status=http%3A%2F%2Fdesres20.netornot.at%2F%3Fp%3D7582\" target=\"_blank\" class=\"social-icons\"><i class=\"fa fa-twitter\" aria-hidden=\"true\"><\/i><\/a><a href=\"https:\/\/www.linkedin.com\/shareArticle?mini=true&#038;url=http%3A%2F%2Fdesres20.netornot.at%2F%3Fp%3D7582&#038;title=Social+Design+Guide+%E2%80%93+Prozesse+planen+und+begleiten+%26%238211%3B+Masterarbeit+von+Jennifer+Gallen+%26%238211%3B+Evaluierung\" target=\"_blank\" class=\"social-icons\"><i class=\"fa fa-linkedin\" aria-hidden=\"true\"><\/i><\/a><\/div>\n<p class=\"link-more\"><a href=\"http:\/\/desres20.netornot.at\/?p=7582\" class=\"more-link\">Continue reading <span class=\"meta-nav\">\u2192<\/span><\/a><\/p>\n<\/footer>\n","protected":false},"author":19,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[1],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/desres20.netornot.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/7582"}],"collection":[{"href":"http:\/\/desres20.netornot.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/desres20.netornot.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/desres20.netornot.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/19"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/desres20.netornot.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=7582"}],"version-history":[{"count":2,"href":"http:\/\/desres20.netornot.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/7582\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":7584,"href":"http:\/\/desres20.netornot.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/7582\/revisions\/7584"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/desres20.netornot.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=7582"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/desres20.netornot.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=7582"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/desres20.netornot.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=7582"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}