{"id":1454,"date":"2020-12-20T19:20:14","date_gmt":"2020-12-20T19:20:14","guid":{"rendered":"http:\/\/desres20.netornot.at\/?p=1454"},"modified":"2020-12-20T19:20:14","modified_gmt":"2020-12-20T19:20:14","slug":"zielgruppe-beziehung-zwischen-klangen-und-den-kulturellen-zugehorigkeiten","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/desres20.netornot.at\/?p=1454","title":{"rendered":"Zielgruppe: Beziehung zwischen Kl\u00e4ngen und den kulturellen Zugeh\u00f6rigkeiten"},"content":{"rendered":"\n<p>Die Definition von Verbrauchergruppen hilft bei der &#8220;Quantifizierung&#8221; von Gruppen in messbare Einheiten, ein erster Schritt im Prozess der Bildung von Zielgruppen, deren Aufmerksamkeit an Werbetreibende verkauft werden kann. Durch Marktsegmentierung und demographische Analyse versuchen viele Werbetreibende Zielgruppen statistisch zu erfassen, um Strategien zur Steigerung des Verkaufspotenzials einer Anzeige zu erstellen. \u00a0Theoretisch verlassen sich Vermarkter auf demographische Statistiken, um ihre die Chancen zu erh\u00f6hen, dass eine Anzeige potenzielle Kunden erreicht, die in der Lage und bereit sind, eine bestimmte Marke oder ein Produkt zu kaufen. Das Definieren dieser &#8220;Zielgruppen&#8221; f\u00fcr Anzeigen, so glauben sie, konzentriert ihre Bem\u00fchungen und optimiert ihre Investitionen durch Verbesserung der Wirksamkeit der Werbung.<\/p>\n\n\n\n<p>Auf der anderen Seite ist es jedoch relativ schwer eine gewisse Zielgruppe vorzugeben, durch die enorme Vielzahl an Einfl\u00fcssen die t\u00e4glich auf Menschen wirken. Die von den Werbetreibenden definierten Subjektpositionen \u00fcberschneiden sich und schreiben wahrscheinlich Merkmale vor, die die komplexen Alltagserfahrungen der Menschen widerspiegeln k\u00f6nnen oder auch nicht.<\/p>\n\n\n\n<p>Obwohl die Demografie immer noch eine Schl\u00fcsselrolle in der Praxis der Werbeproduktion zu spielen scheint, schreiben viele Werbetreibende \u00fcber Zielgruppenerstellung und Konsumpraktiken im Sinne komplexer Verhaltens-, Beziehungs- und sozialen Handlungen, welche die kapitalistische Kultur charakterisieren.<\/p>\n\n\n\n<p>Viele alte Methoden zur Untersuchung von Musik in der Werbung gehen von universellen Reaktionen auf Musik aus und dominieren immer noch h\u00e4ufig die Marketingliteratur. Seit den 1990er Jahren jedoch wurde mehrere Marketingstudien ver\u00f6ffentlicht, die sich auf die Semiotik und die Kulturwissenschaften st\u00fctzen (Scott (1990); Murray und Murray (1996); Harvey und Evans (2001); Hung (2001)). Im Gegensatz zu Forschung, die auf klassischer Konditionierung basiert, gehen diese Studien davon aus, dass Musik kulturell variabel ist. F\u00fcr jene Studien, die sich auf psychologische und statistische Methoden st\u00fctzen, scheint Musik ein Objekt an sich zu sein, und die Reaktionen auf Musik sind universell. F\u00fcr diejenigen, die Musik als kulturelles Artefakt betrachten, verschiebt sich die Betrachtung auf die Beziehung zwischen den Kl\u00e4ngen und den kulturellen Zugeh\u00f6rigkeiten der Produzenten und Empf\u00e4nger der Kl\u00e4nge. Dabei sind kulturell unterschiedliche musikalische Reaktionen ein Ausdruck der Beziehung zwischen Produzenten und Konsument, und diese Beziehung scheint neue M\u00f6glichkeiten f\u00fcr Werbetreibende zu bieten.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Joyce Kurpiers (2009) Reality by Design: Advertising Image, Music and Sound Design in the Production of Culture, Department of Music Duke University S. 30-40<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Ich f\u00fcr meinen Teil denke jedoch, dass dies die oben stehenden Aussagen haupts\u00e4chlich f\u00fcr die in der Werbung eingesetzte Musik gilt. F\u00fcr diese gibt es einige Modelle, wie auch schon in vorherigen Blogs beschrieben, welche versuchen zu beschreiben welche Musikrichtung am besten zu einer gewissen Zielgruppe passt. Betrachtet man jedoch das nur das Sound Design in der Werbung heutzutage, gibt es kaum unterschiede zwischen verschiedenen Zielgruppen, da dort haupts\u00e4chlich die Verbindung von Bild- und Ton-Ebene wichtig ist. Der Sound\/ das Sound Design wird als Code und Metapher eingesetzt, um das Bildmaterial zu unterst\u00fctzen, weniger um eine spezielle Zielgruppe anzusprechen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Definition von Verbrauchergruppen hilft bei der &#8220;Quantifizierung&#8221; von Gruppen in messbare Einheiten, ein erster Schritt im Prozess der Bildung von Zielgruppen, deren Aufmerksamkeit an Werbetreibende verkauft werden kann. 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